Musikerreise 2020 nach Oberösterreich

Hallo liebe Musikfreunde,

nachdem wir unser eigentliches Reiseziel in Tschechien unter anderem der Pandemie bedingt absagen mussten, ließen wir es uns nicht nehmen, eine Alternative weit weg von Risikogebieten zu finden. Glücklicherweise bot uns der Koglerhof (den wir bereits 2011 besucht hatten) Unterkunft und so machten wir uns in der Früh des 01. Oktober auf nach Ternberg. Nach 6 Stunden Reise kamen wir bei bestem sonnigem Wetter in der Oase mitten im Traunviertel an. Um den Gasthof herum befinden sich Hügel und Berge voll grüner Wiesen und Wälder, einigen Weiderindern und Schafen. Nur vereinzelt sind in den Tälern Häuser und Bauernhöfe zu finden. Nach der Zimmerverteilung packten wir gleich unsere Instrumente aus und spielten erstmal draußen ein Standkonzert für die Wirtsleute. Sie sind auch Musiker und über mehrere Generationen in der oberösterreichischen Volksmusik beheimatet. So spielten sie uns auch was vor, eine große Ehre für uns!

Am nächsten Tag fuhren wir dann in das benachbarte Garsten kurz vor Steyr, um dann einen originalgetreuen Nachbau einer Nagelschmiede in Dambach zu besuchen. Die netten Herren, in der für damals typischen Arbeitskleidung gekleidet, erklärten uns die Historie der Eisenstraße und der damit zusammenhängenden Nagelschmieden in der Region. Nicht nur das. Sie demonstrierten auch ihr Können in der Schmiede und vermittelten uns einen Eindruck darüber, wie damals dort gearbeitet wurde. Wir waren von der Präzision dieser Handwerkskunst beeindruckt. Alle erhielten sogar als ein kleines Andenken einen geschmiedeten Nagel, vielen Dank dafür!

Eine kräftezehrende Arbeit

Nach der Nagelschmiede ging die Reise wieder gen Süden nach Großraming zur Flößerei Dirninger, die sich seit den 80er Jahren auf die Passagierfloßfahrt spezialisiert haben. Wir fuhren erstmal eine Stunde flussaufwärts, um uns anschließend von der Enns langsam zurücktreiben zu lassen. Während der Fahrt wurden wir ausreichend mit Getränken und belegten Broten versorgt und sogar eine musikalische Umrahmung war gegeben. Die zum Ende der Floßfahrt hin ausgetragene Witze-Challenge wird hier aus Jugendschutzgründen nicht weiter vertieft, lustig war es allemal! 

Am dritten Tag fuhren wir zur Wurzeralm in Spital am Pyhrn. Der Empfang war äußerst windig. Frisuren hielten hier nicht lange. Die Standseilbahn, die uns zur Alm hochfuhr, war das herzlich egal. In nur 7 Minuten überwindete sie 600 Höhenmeter und brachte uns auf die in 1400 Metern Höhe gelegene Alm. Auf dieser Höhe schmeckt eine Kaspreßknödelsuppe in der warmen Stube noch viel besser. Viele Kollegen wollten bei diesem Sturm nicht rausgehen, vier von uns taten es dennoch und es hat sich gelohnt. Im Tal war es viel weniger windig und die Naturlandschaft einfach atemberaubend!

Wunderschöne Natur in den Bergen!

Am letzten Abend spielten wir nochmal draußen vor dem Koglerhof und ließen die Reise nochmal bei einem Bier (oder zwei) Revue passieren bevor am Sonntag, den 04. Oktober, die Heimreise angetreten wurde. Es war auch dieses Jahr wieder unvergesslich schön, obgleich viele unserer Kollegen wegen der Pandemie nicht mitfahren konnten oder wollten, verständlicherweise. Die Organisatoren haben das Beste aus der aktuellen Situation gemacht und uns viele tolle Erinnerungen beschert. Nach über einem halben Jahr Spielpause und weiterhin keiner Aussicht auf einen Auftritt war das für viele von uns das absolute Highlight dieses Jahr.

Wenn ihr mehr Bilder von unserer Reise und auch den Reisen vergangener Jahre sehen wollt, dann schaut doch einfach auf unserer Facebook-Seite vorbei!

Bleibt gesund!
Eure Straßenbahnerkapelle